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Interview mit Monessa Weber #brandhofffragt2017

Interview mit Monessa Weber #brandhofffragt2017

 

Hallo Monessa, bitte stell Dich kurz vor

 

Mein Name ist Monessa Weber und ich bin selbständige Rechtsanwältin mit eigener Kanzlei in Wiesbaden. Meine Tätigkeitsschwerpunkte sind IT-Recht, Vertragsrecht, Datenschutzrecht, gewerblicher Rechtsschutz und Marketing Recht. Dabei geht es z.B. u.a. um rechtssichere Webshops/Webseiten/Blogseiten, Social Media, Verträge, AGB, Datenschutz und rechtliche Unterstützung bei Abmahnungen.

 

Wo findet man Dich im Internet?

 

Meine Webseite findest Du unter http://www.weber-legal.com/. Meine Facebook-Seite findest Du hier.

 

Wie war Dein Weg in die Selbständigkeit?

 

Nach einigen Jahren als angestellte Rechtsanwältin in Frankfurt am Main und in Dubai hat mich die Selbständigkeit gereizt und ich habe 2014 meine eigene Kanzlei gegründet.

 

Dubai hört sich spannend an – wie war es, dort zu arbeiten?

 

Mein Mann und ich hatten seinerzeit lukrative Jobangebote erhalten und haben die Herausforderung Dubai angenommen. Insgesamt waren wir für 5 Jahre dort. Meine Tätigkeitschwerpunkte für eine amerikanische Kanzlei waren allgemeine Vertragsgestaltung  sowie Firmengründungen und Urheberrechte/gewerblicher Rechtsschutz.

 

War der Alltag dort sehr unterschiedlich im Vergleich zu Deutschland?

 

Da Dubai sehr westlich orientiert ist, fühlt man sich dort nicht wirklich wie in einem muslimischen Land. Am Strand tragen Frauen Bikinis und in der Stadt sind alle sehr modern westlich gekleidet. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass in Dubai ein sehr hoher Ausländeranteil (80%) besteht.

 

Zurück zu Deiner aktuellen Tätigkeit: Was sind denn häufige Fragen oder Probleme, die Dir im Bereich Internetrecht/IT begegnen?

 

Häufige Anfragen bekomme ich zum Thema rechtssichere Webseiten/Webshops, AGB und Vertragsgestaltung. Ich prüfe z.B. beim Webseiten-Check den gesamten Inhalt einer Seite und ob u.a. eine Datenschutzerklärung  ordnungsgemäß berücksichtigt wurde und ob der Inhalt gegen unlauteren Wettbewerb verstößt oder gegen das Urheberrecht. Aktuell besteht auch große Nachfrage nach AGB im B2B-Bereich – also wenn Firmen mit anderen Firmen Geschäfte machen. Hier gibt es einen Trend, in Verträgen und Rechnungen nur noch unbedingt Notwendiges zu regeln und alles Andere bereits in die AGB einzuarbeiten. In Bezug auf Probleme im IT-Recht ist zu beachten, dass WhatsApp-Nachrichtenverläufe in Gerichtsverfahren kein verlässliches Beweismittel darstellen. Hier sollte man schriftlich per Fax oder E-Mail agieren, wenn es um geschäftliche Kommunikation geht.

 

Gibt es einen rechtlichen Brennpunkt in 2018, denn Du hervorheben würdest?

 

 

2018 ist die im Mai in Kraft tretende EU-Datenschutz-Grundverordnung ein sehr wichtiger Punkt. In Vorbereitung darauf unterstütze ich auch bereits meine Mandanten bei den notwendigen Schritten, um Risiken zu vermeiden. Dabei stehen Datenschutzerklärungen auf der Webseite bei Vertragspartner und Mitarbeitern im Vordergrund. Auch im Bereich Kaltakquise (Newsletter, allgemein Werbung) spielt die EU-Datenschutz-Grundverordnung eine Rolle. 

 

Veranstaltungstipp zum Thema EU-Datenschutz-Grundverordnung:

 

WANN: 24. Januar 2018 - 16-19 Uhr

WO: Dom Hotel Limburg

 

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Was ist Dein Lieblingskanal in der Kommunikation mit Mandanten und im Social Web?

 

Mein Hauptkanal ist E-Mail und das persönliche Gespräch per Telefon oder Skype/Zoom. Im Social Web würde ich Facebook nennen, was im Geschäftsbereich sehr verbreitet ist, so dass es Sinn macht, dort sichtbar und aktiv zu sein.

 

 

Vielen Dank für das Gespräch, Monessa!