Interview mit Andreas Pfeifer #brandhofffragt2017

Interview mit Matthias Dörsam #brandhofffragt2017

 

Hallo Andreas, bitte stell Dich kurz vor

 

Mein Name ist Andreas Pfeifer (53), und ich führe zusammen mit meiner Partnerin Katharina Grau die Marketingberatung Die Heldenhelfer in Wiesbaden, die sich auf die Beratung von Gastgebern spezialisiert hat. 

 

Wo findet man Dich im Internet?

 

Webseite: http://www.die-heldenhelfer.de/

Facebook-Seite: https://www.facebook.com/dieHeldenhelfer/

Facebook-Profil: https://www.facebook.com/Heldenhelfer

Twitter: https://twitter.com/dieHeldenhelfer

Instagram: https://www.instagram.com/dieheldenhelfer/
Referenzen: https://www.provenexpert.com/die-heldenhelfer-gmbh-marketing-fuer-gastgeber/
Veröffentlichungen: https://www.torial.com/andreas.pfeifer

Du hast viele Jahre eine Kommunikationsagentur geleitet. Was waren Deine Beweggründe, Dich mit Deiner Partnerin Katharina Grau hin zu Deiner aktuellen Firma „Die Heldenhelfer“ zu bewegen?

 

Die Werbe- und Eventagentur hatte ich mit einem Partner gegründet, als ich Ende 20 war, unmittelbar nach dem Studium. Es folgten 17 sehr erfolgreiche Jahre. Und ich lernte meine heutige Partnerin Katharina Grau durch die Agentur kennen. Da das Unternehmen stark wuchs, hatten sich damit auch zwangsläufig meine Aufgabenbereiche verändert. Ich war gefühlt deutlich mehr mit administrativen Dingen beschäftigt als mit unserem eigentlichen Kerngeschäft, und so ergab sich der Wunsch, noch etwas Anderes als „Agentur“ zu machen. In der Folge entstand die Idee, ein Literaturhotel im Rheingau aufzubauen. Nachdem wir damit fast alle Hürden genommen hatten, scheiterte das Projekt in der Finanzmarktkrise 2009 an der Unterstützung durch die Banken.

 

Wie seid Ihr dann zu Eurer aktuellen Firma gekommen?

 

Im Anschluss an die Enttäuschung wegen des geplatzten Hoteltraums machten wir Urlaub in der Provence. Katharina und ich saßen in einem Restaurant und erlebten einen Schlüsselmoment: Nachdem wir uns von der Bedienung einen Stift hatten bringen lassen, funktionierten wir die Papiertischdecke in unser Arbeitsblatt um und begannen ein Modell für uns zu skizzieren. Es sollte den Wechsel von „Agentur“ hin zur „Beratung“ bedeuten und Hilfe zur Selbsthilfe für Gastgeber beinhalten. In Kombination mit unserer Parade-Disziplin Marketing formten wir daraus unseren Arbeitstitel "Full House"; benannt nach dem Zustand, den sich jeder Gastgeber wünscht.

 

Aber so heißt Ihr ja heute nicht – wie kam es zu Eurem jetzigen Namen?

 

Nachdem uns eine Kundin vor vielen Jahren nach einem erfolgreichen Event als „Heldenhelfer“ bezeichnet hatte, entschieden wir uns zu dem endgültigen Namen unserer Firma „Die Heldenhelfer“, der unsere Mission der „Hilfe zur Selbsthilfe“ optimal ausdrückt und als Marke eine hohe Aufmerksamkeit besitzt.

 

Einer Eurer Schwerpunkte bei den Heldenhelfern ist das Thema „Marke“. Positionierung reicht dabei ja nicht aus. Wie geht Ihr an das Thema heran?

 

 

Die Basis von allem was „Marke“ heißt, sind für mich die Werte, für die eine Organisation steht. Je nach dem wie diese Werte aussehen, unterscheidet sich Kundenansprache und Kommunikationsinhalte entsprechend. In der Beratung gehen wir z.B. so vor, dass am Anfang ein Positionierungs-Workshop steht (mehr dazu hier). Erst danach gehen wir mit unseren Kunden auf Themen wie Kommunikationskanäle (Werbung, PR, Direktmarketing, Social Media etc.) oder konkrete Marketingmaßnahmen ein. Ganz zentral sehen wir dabei den Kunden-Nutzen und die Verbindung des Nutzenversprechens zu Kunden-Emotionen. Gelingt dieser Schritt optimal, führt das zu einer deutlich verbesserten Sichtbarkeit. Der abschließende Punkt in diesem Leistungsdreiklang sind Seminare und Trainings. Hier bringen wir unseren Heldinnen und Helden bei, wie Do-it-yourself-Marketing funktioniert.

 

Im folgenden Download finden Sie eine sehr hilfreiche Übersicht über die Markenarchitektur, die die Heldenhelfer entwickelt haben und anwenden:  

 


Download-Tipp mit freundlicher Genehmigung von den Heldenhelfern:
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Markenarchitektur Gastgewerbe
Markenarchitektur_Gastgewerbe.pdf
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„Content Marketing“ ist aktuell ein Buzzword in Deiner Branche. Was sind für Dich entscheidende Erfolgsfaktoren für gutes Content Marketing?

 

Guter Content – also guter Inhalt – muss hilfreich und relevant sein. Ein wichtiger Faktor ist in Bezug auf Spezialthemen, ob ich eine Info/einen Tipp früher als andere liefern kann oder nicht. Gutes Content Marketing funktioniert auch nur gut, wenn absolute Klarheit in der kommunizierten Marke herrscht. Neu ist der Gedanke allerdings nicht: Gute Inhalte waren früher schon ein Schlüssel zu effektiver Kundenkommunikation. Mit dem Internet ist das Angebot transparenter und die User haben höhere Ansprüche. Dieser Situation muss Marketingkommunikation gerecht werden, wenn sie funktionieren soll.

 

Wo siehst Du Trends und wie schätzt Du die Zukunft im Marketing ein?

 

Ich denke, dass Soziale Medien weiterhin den unmittelbaren Austausch auf Personenebene dominieren werden und das Netz die zentrale Rolle spielen wird. Getreu dem Motto: „Das Internet ist gekommen um zu bleiben“. Im Marketing wird man meines Erachtens mehr Personalisierung und Dialog sehen, weil es das ist, was uns Menschen ausmacht. Neben Direktmarketing und Social Media halte ich gerade Eventmarketing (analog und digital) für ein sehr spannendes, zukunftsträchtiges Feld, auf dem man sich bewegen können muss. Das ist übrigens eines der Spezialgebiete von Heldenhelferin Katharina Grau.

 

Wie gehst Du in Deinem Job mit der ständigen Erreichbarkeit um? 

 

Ich bin nicht immer für alle erreichbar und schalte abends auch das Handy aus und den Anrufbeantworter an. Meine E-Mails versuche ich nach Möglichkeit in meiner eigenen Geschwindigkeit abzuarbeiten, und setze mich nur wenn es sein muss unter Stress. Aber das bestimmt nicht mein Gesprächspartner – das bestimme ich. Allerdings bin ich für Kunden immer zeitnah zu erreichen, wenn es brennt …

 

Und was ist Dein Lieblings-Social-Media-Kanal aktuell?

 

Mein Lieblings-Kanal ist seit längerem Facebook, den ich auch viele Male täglich – allein schon für unsere Kunden – aufsuche. Dort geben die Heldenhelfer auch jeden Morgen einen kostenlosen Marketingtipp. Gerne nutze ich auch Instagram, eine interessante Möglichkeit, Bilder zu teilen. 

Social-Media-Nutzern empfehle ich bei der Entscheidung, ob Sie einen Beitrag auf Facebook, Twitter o.ä. teilen, die „3 Siebe des Sokrates“ anzuwenden: 1. Es muss wahr sein 2. Es muss wesentlich sein 3. Es muss wertschätzend sein. Passiert Euer Content diese 3 Filter, dann könnt Ihr ihn getrost posten.  

Für mich selbst gilt in Kommunikation und Beratung ein Leitspruch von Harry Rowohlt: „Sagen, was man denkt. Und vorher was gedacht haben.“

 

 

Vielen Dank für das interessante Gespräch, lieber Andreas!