Interview mit Margret Weirauch #brandhofffragt2016

 

1.    Stellen Sie kurz sich und Ihr Unternehmen vor.

 

Mein Name ist Marget Weirauch und mein Unternehmen heißt wie ich. Genauer genommen „Margret Weirauch – Ihre Raumentfaltung“, denn ich möchte betonen, dass ich für Sie arbeite und dass Ihre Persönlichkeit in Ihren Räumen auch zur Entfaltung kommt. Ich bin Maler und Lackierermeisterin und staatlich geprüfte Raumgestalterin (für Farbtechnik und Raumgestaltung). Ich habe diese Weiterbildung in Stuttgart an der Schule für Farbe und Gestaltung absolviert und mich 2006 in Hanau bei Frankfurt selbstständig gemacht. Momentan bin ich in Ulm ansässig. Privat sowie geschäftlich.

 

2.    Sind Sie im Internet aktiv unterwegs? Wo findet man Sie am Besten?

 

Im Internet findet man mich bei Facebook, Twitter, Pinterest, Instagram und auf www.raum-entfaltung.de oder www.margret-weirauch.de. Momentan arbeite ich daran meinen ersten Blog zu beginnen. Nein, ehrlich gesagt habe ich schon sehr lange einen Blog, doch ihn regelmäßig mit Leben zu füllen hapert es noch – das soll sich bald ändern.

 

 

3.    Was ist für Sie wichtig bei der Führung Ihres Unternehmens?

 

Authentizität. Ich denke, nur wenn man sich gibt wie man ist, wird man auch ernstgenommen und kann Erfolg haben.

Die Firmenphilosophie und das Ziel müssen klar sein. Egal, ob man Mitarbeiter hat oder nicht. Sonst kommt man nicht voran.

 

4.    Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter einen attraktiven Arbeitsplatz vorfinden und sich wohlfühlen?

 

Da ich selbst keine festen Angestellten habe, ist die Frage schwer zu beantworten. Wenn ich Helfer habe, so müssen Sie sich weitestgehend einfügen. Auf dem Bau kann man allerdings oft mit Butterbrezeln und Kaffee schon eine positive Stimmung erzeugen.

 

5.    Wie sind Sie zur Selbständigkeit gekommen?

 

     Irgendwie war es nie mein Ziel gewesen mich als Maler- und Lackiererin selbstständig zu machen. Aber als ich dann als Meisterin für "Phillip Mecklenburg" angestellt war, schien der Gedanke langsam attraktiv. Zum einen war meine Arbeit dort sehr anstrengend. Ich war zwischen 10 und 15 Std. am Tag für die Firma unterwegs und bekam ein schmales Gehalt. Man sollte eben ins kalte Wasser springen und sich "freischwimmen". Ein paar Menschen aus der Zeit regten mich zum Nachdenken an. Ein alter Meister, der auf meine Verzweiflung hin antwortete: "Solange es Dir Spaß macht - weitermachen!" Nein, mit Spaß hatte meine Arbeit nun wirklich nichts zu tun. Dann traf ich auf der Baustelle zwei Trockenbauer, die mir erklärten, das sie sich mit weniger "Ausbildung" selbstständig gemacht hatten und an meiner Stelle, mit meinem künstlerischen Talent schon längst den Sprung gewagt hätten. Letztendlich ergriff ich vor Ablauf der Probezeit die Chance. Schließlich würde ich bald "reich" sein, wenn ich anfangen würde für mich selbst so hart zu arbeiten wie ich es bisher für die anderen getan hatte. Und ich kam nach drei Jahren dann tatsächlich auch ganz gut um die Runden! Ich habe diesen Schritt nie bereut!

 

 

6.    Das Alter der Mitarbeiter steigt. In 15 Jahren soll laut Experten-Einschätzung das Durchschnitts-Alter bei 55 Jahren liegen. Sehen Sie das als Problem für Ihre Branche an?

 

Da ich Kollegen habe die mit 75 noch arbeiten muss ich die Frage schlicht mit nein Beantworten.

 

 

7.    Bleiben wir mal in der Zukunft: was meinen Sie? Wird Ihr Geschäftsmodell auch in 15 Jahren noch funktionieren oder sehen Sie hier Anzeichen für einen Veränderungsprozess? (Stichwort: Digitalisierung)

 

Da ich unbedingt mehr mit dem Internet arbeiten will und da auch weiterhin dran arbeite würd ich mich als: „steht`s im Veränderungsprozess befindlich“ bezeichnen. Ich denke auch, das Handwerk wird mehr und mehr dazukommen sich zu digitalisieren. Ich den letzten Jahren hat sich da aber auch schon unheimlich viel getan!

 

8.    Welchen Rat haben Sie für Gründer, die jetzt in Ihrer Branche neu starten?

 

Netzwerke sind das A und O! Diese schon während der Schule aufbauen. Wenn man etwas nicht weiß, immer einen haben, der es weiß. Das ist das Beste.

  

9.    Was lesen Sie zurzeit? Haben Sie eine (berufliche) Leseempfehlung? Ein Buch, dass Sie inspiriert hat?

 

Viele Bücher! Ich nenne mal die letzten drei:

       -          Eine Landkarte der Zeit: wie Kulturen mit Zeit umgehen, von Robert V. Levine

       -          Ich bin dann mal weg, von Hape Kerkeling

       -          Die 4-Stunden-Woche, von Ferris 

 

10.Nehmen wir mal an, Sie haben 2 Aufgaben zu erledigen. Beide gleich wichtig. Für die Erledigung benötigen Sie jeweils 2 Stunden. Sie haben aber nur 3 Stunden Zeit. Wie entscheiden Sie sich? Was sind wichtige Kriterien für Ihre Entscheidung?

 

 

Wirklich schwierig, wenn man nicht weiß, um was es sich handelt. Oft kann man die Arbeitszeit verkürzen, etwas verschieben oder delegieren. Ich habe festgestellt, dass es niemals nötig ist sich nicht ausreichend Zeit für eine Arbeit zu nehmen.