Unternehmensnachfolge planen und gestalten

Vier von zehn Unternehmen finden aktuell keinen (geeigneten) Nachfolger. Aus der Beratungspraxis weiß ich, dass die Gründe hierfür vielfältig sein können.

 

Neben der erforderlichen beruflichen Qualifikation des Nachfolgers ist auch eine große Schwierigkeit heutzutage, von der Bank für die Geschäftsfortführung Geldmittel zu erhalten. Viele Übergeber beginnen mit dem Nachfolgeprozess auch so spät, dass zu wenig Optionen zum Handeln verbleiben.

Die Erfahrung zeigt, dass spätestens mit Mitte 50 an die Nachfolgeregelung gedacht werden sollte. Da es sich länger hinziehen kann, bis die optimale Lösung gefunden ist, verbleibt so noch ausreichend Zeit, um alle erforderlichen Schritte einzuleiten.

 

Übernahme / Übergabe

 

Bei einer geplanten Übernahme ist entscheidend, das richtige Unternehmen zu finden. Geht es um eine familiäre Lösung, in der das Kind bzw. die Kinder eine Rolle bei der Nachfolge spielen sollen, ist der wichtigste Punkt meiner Ansicht nach, die Kinder frühest möglich in diese Überlegungen einzubeziehen, um zu erfahren, ob hier nicht eventuell komplett andere Lebensplanungen auf Seiten der Kinder vorliegen.

Der Übergeber sollte sich erstmal im klaren über den Idealfall und die Realität werden und dann transparent alles kommunizieren.

 

Auch unter Ratingaspekt wichtiges Thema

 

Die frühzeitige Planung der Nachfolge ist für den Übergeber auch für das eigene Unternehmensrating bei der Bank wichtig. Gibt es hier keinerlei Regelungen, ist dies ein bedeutender Negativpunkt.

 

Businessplan & Geschäftsmodell überarbeiten

 

Ist dies geklärt macht es Sinn, den Businessplan des (bestehenden) Unternehmens zu überarbeiten und mit der Person des Nachfolgers vollständig neu zu entwickeln. Es ist sicherlich verführerisch den bisherigen Businessplan einfach fortzusetzen, aber es lohnt sich, diesen Schritt zu machen, um zu sehen, wie stark der bisherige Unternehmensinhaber und der Nachfolger übereinstimmen bzw. sich unterscheiden. Je nach dem können unterschiedliche Unternehmensstrategien Sinn machen und sich vielleicht sogar das Geschäftsmodell total verändern.

Beim Übergeber ist die emotionale Note nicht zu unterschätzen. Das Lebenswerk loszulassen kann zu einem sehr schwierigen Prozess werden. Hier macht es Sinn, sich von außen an Personen des Vertrauens zu wenden, die hier sehr viel helfen können. Das gilt noch viel mehr, wenn es auch noch darum geht, die Altersvorsorge des Übergebers im Rahmen der Nachfolge zu berücksichtigen.

 

Umsetzung

 

Nachdem also ein (neuer) Businessplan und vielleicht auch ein neues Geschäftsmodell erarbeitet ist und der richtige Nachfolger gefunden wurde, kann es an die Umsetzung gehen.

Für Übernahmeverträge gibt es die verschiedensten Gestaltungen. Vom Kauf über Pacht oder auch Schenkung ist hier viel Platz, um jede Menge Fehler zu machen. Auch die Haftung des Betriebsübernehmers für Verbindlichkeiten und Steuern sowie für Garantien und Gewährleistungen muss man berücksichtigen. Im Bereich Steuern gilt es alle Steuerarten, die anfallen können, zu bedenken. Gerne empfehle ich Ihnen einen Steuerberater oder Rechtsanwalt, der Ihnen kompetent hier alles Wichtige aufzeigt.

 

Planung und Erarbeitung von Optionen   

 

Ich helfe Ihnen bei der Erstellung eines belastbaren Nachfolgeplans und moderiere gerne auch den Prozess der Abwägung von Optionen. Mit dem Expertenblick von außen und meiner vertrauensvollen aber bestimmten Beratung helfe ich Ihnen, Ihren Nachfolgeprozess zielorientiert zu einem für alle annehmbaren Ergebnis zu führen.

 

Sie planen die Nachfolge oder überlegen, ob Handlungsbedarf besteht? Sprechen Sie mich gerne an oder senden Sie mir eine Mail an f.brandhoff@ub-brandhoff.de - ich melde mich umgehend bei Ihnen.